Android, das mobile Betriebssystem von Google, kommt auf jedem zweiten Smartphone zum Einsatz. Das zeigt deutlich, wie weit das System mittlerweile verbreitet ist. In der Regel stellt der Konzern jedes Jahr eine neue Version vor, begonnen hat alles im Jahre 2008 mit Android 1.0 „Base“. Die letzteren Versionen sind 4.4 „KitKat“, 5.0/5.1 „Lollipop“ und 6.0 „Marshmallow“.

Jede Neuerscheinung bringt aber nicht nur neue Funktionen mit, auch eine höhere Sicherheit und ausgebügelte Fehler sind ein extrem wichtiges Thema. Obwohl Google schon so lange dabei ist, kann niemals von einem fehlerfreien Betriebssystem gesprochen werden. Im Laufe der Zeit kommen immer wieder Sicherheitslücken zum Vorschein, ein gutes Beispiel dafür ist die Stagefright-2-Lücke. Klar, die neueste Version wird bei aufgespürten Bugs zeitnah mit einem Update versorgt, doch was ist mit älteren Android-Systemen?

Die Hersteller haben Potenzial nach oben

Xiaomi-Redmi-Note-3-kaufenWer die aktuellste Version installiert haben möchte, der benötigt meist ein neueres Handymodell. Ein Samsung Galaxy Note 3 bleibt beispielsweise bei Android 5.0 stehen, weitere Updates wird der Hersteller nicht mehr anbieten. Auch bei vielen Herstellern aus China trifft dies leider zu. Von den Funktionen her wäre es noch zu verkraften, doch bei Bugs und Fehlern ist es durchaus ein Problem. Werden keine weiteren Aktualisierungen mehr angeboten, dann verfügen immer mehr User über eine veraltete Software. In diesem Zusammenhang steigt auch das Risiko, dass man sich ein schädliches Programm in den Speicher holt. Und da die ausgenutzte Lücke nicht mehr geschlossen wird, kann es immer wieder zu diesem Szenario kommen. Die beste Lösung ist daher sich vor dem Kauf zu informieren, ob das jeweilige Modell eine Chance auf Updates hat oder nicht, was bei Chinahandys leider gar nicht so einfach ist, dies im Vorfeld herauszufinden. Wir werden bei unseren Handy Tests immer versuchen im Vorfeld herauszufinden, ob mit zukünftigen Updates zu rechnen ist und dies dann natürlich auch erwähnen.

Mit Tipps und Sicherheitssoftware das Risiko minimieren

VirusscanUm es gefährlichen Lücken so schwer wie möglich zu machen, können sich User auf ein paar Tipps konzentrieren. Eine sehr große Rolle spielen Downloads aus dem Internet, wer in den Einstellungen „Unbekannte Quellen“ aktiviert hat, der wird bei keinem Download eine Warnung erhalten. Inhalte aus dem Internet sollten nur dann heruntergeladen werden, wenn man den Anbieter kennt. Im Zweifelsfall helfen Erfahrungsberichte von anderen Usern, um eine Datei als seriös oder unseriös einzustufen. Natürlich gilt es zu jedem Zeitpunkt eine gesunde Skepsis zu bewahren, denn eine App-Aktualisierung wird beispielsweise nur über den Store, und nicht über eine Website vollzogen. Einen runden Abschluss bietet eine Sicherheitssoftware wie „AVG Antivirus“, „Avira Antivirus“ oder „Mobile Security & Antivirus“ von Avast. Sie sind nämlich ständig im Hintergrund aktiv und schlagen bei verdächtigen Ereignissen sofort Alarm. Bei chinesischen Smartphones empfiehlt sich auch immer eine Scan auf Schadsoftware gleich zu Beginn, da es hier schon öfters vorgekommen ist, dass Geräte schon mit installierter Schadsoftware ausgeliefert wurden. Selbst einem so renommierten Hersteller wie Xiaomi ist dies schon passiert.