Durch viele positive Berichte über die neuen In-Ears von OnePlus, die Bullets v2, haben wir uns ein Exemplar bestellt und hörten es über ein Monat Probe. Ist es der Preis-Leistungskracher, wie viele berichten – das wird der Test zeigen!

Die Verpackung und der Lieferumfang

Ein schlichter schwarzer Karton umhüllt die Bullets v2 und darin präsentieren sich die Kopfhörer chic verpackt. Das weitere Beipack, bestehend aus einer kleinen Anleitung und weiteren drei Paar Silikon-Aufsätzen versteckt sich unter der schwarzen Abdeckung. Für gewöhnlich findet die Verpackung in unseren Reviews wenig Beachtung, aber hier vermittelt OnePlus einen wertigen und hochpreisigen Eindruck. Aktuell sind die In-Ears für schmale zwanzig Euro nur direkt beim Hersteller auf der Website zu bestellen.

Ein schlichtes, hochwertiges Erscheinungsbild

Optisch erinnern die Bullets v2, durch ihre zylindrische Form, an stilisierte Patronenhülsen. Dies war wohl auch der Grund für den Namen der In-Ears. Die Form wurde aus Aluminium gestaltet und die Oberfläche ist leicht glänzend. Jene ist sehr glatt und in das Bild fügt sich nahtlos die auf Hochglanz polierte Fase – Diamond Cut – auf der Rückseite ein. Auf der Vorderseite ist die Öffnung für die Audio-Wiedergabe, sprich für den Treiber, sowie die Halterung für die Aufsätze, die In-Ears für einen sicheren Sitz im Gehörgang sorgen.

 

Das Testexemplar in „White“ ist in einem silbernen Farbton mit einem warmen Schein in Richtung gelb bzw. Kupfer gehalten. Alternativ gibt es noch eine „Black“-Variante, die eher anthrazit wirkt und besser zum „Gunmetal“ des OnePlus 3T passt. Am kompletten Korpus wurde auf Logos, Schriftzüge oder sonstige Markenabbildungen verzichtet. Einzig die notwendigen Markierungen für den linken und rechten Ohrstöpsel sind sichtbar. Eine unauffälligere Möglichkeit zur Unterscheidung wäre hierbei wünschenswert gewesen.

Auffällig sind im Vergleich zu anderen In Ears mit einem Metallgehäuse, wie beispielsweise die XIAOMI Piston v2, die kompakteren Maße der Kopfhörer. Dies schlägt sich auch beim Gewicht nieder. Lediglich knapp drei Gramm wiegt ein einzelner Ohrstöpsel! Offiziell werden zwei Gramm angegeben. Im Inneren werkeln jeweils ein 9-mm-Treiber. Eine typische Größe für In-Ears. Für die Membran nutzt OnePlus „Aryphan Polyarylate“, ein vom deutschen Hersteller Lofo. Der Frequenzbereich wird mit 20 Hz bis 20.000 Hz angeben. Die Impedanz ist 24 Ohm und die Ausgangsleistung liegt bei 3 mW. Der Anschluss erfolgt klassisch über einen 3,5-mm-Anschluss.

Als weiteres positives Merkmal ist die Kabelfernbedienung zu nennen, um Anrufe anzunehmen oder die Musik abzuspielen. Weiterhin gibt es zwei weitere Tasten für die Lautstärke. Die Fernbedienung ist aus Kunststoff und in der jeweilig gewählten Farbe gehalten, also entweder weiß oder schwarz. Das Flachbandkabel ist 1,25m lang und sollte somit auch für große Personen ausreichend dimensioniert sein. Zudem entsteht weniger Kabelgewirr als bei Kopfhörern mit einen herkömmlichen, runden Kabel.

Probehören

Die kleine Bauform und das geringe Gewicht sorgen für einen hohen Tragekomfort. Obwohl das Design sehr kantig und somit auch bullig wirkt. Selbst nach stundenlanger Benutzung war das Tragen angenehm und nicht negativ. Weiterhin schirmen die kleinen Ohrstöpsel gut von den Umgebungsgeräuschen ab. Im Test waren bereits die Standardaufsätze passend. Sollte jene nicht zum eignen Gehörgang passen, können diese einfach gegen drei weitere gewechselt werden.

Auch beim Sound gibt es eine Überraschung. Gemessen am Preis von nur 20 Euro haben die OnePlus Bullets v2 einen sehr guten Klang! Für In-Ears ist die Klangkulisse ausgewogen ausbalanciert. Die tiefen Töne sind präsent, ohne basslastig zu wirken. Demgegenüber kommen die Höhen klar und ohne Klirren auch bei aufgedrehter Lautstärke daher. Dabei fehlt es aber an Details. Dies ist vor allem im Vergleich zu Studio-Kopfhörern wie den AKG K701 hörbar. Bauartbedingt können die In-Ears keine große Bühne bieten.


Die OnePlus Bullets v2 erweisen sich auch im Chinatechnik-Review als die Preiskracher wie sie schon von den Kollegen The Verge und GSM Arena betitelt wurden. Sie lassen sich angenehm tragen und können mit ihrem schlichten Design überzeugen. Klanglich, die wohl wichtigste Disziplin, schlagen sich die Bullets v2 ebenso sehr gut. Stets gemessen am Preis von nur 20 Euro. Hier bieten In-Ears in der 50 Euro Preiskategorie ein schlechteres Klangerlebnis! Von uns gibt es eine klare Empfehlung! Da lohnt es sich ein Set einfach mit dem OnePlus 3T mitbestellen.

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